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Frühlingserwachen – Teil 2 & 3

Heute möchte ich zwei weitere Bilder aus dem Zyklus Frühlingserwachen von Marius E. Ertel vorstellen.

Das erste Bild heißt: “Freude” und ist nach einem Spaziergang entstanden. Es war ein Tag ohne Schnee mit wild umherflatterenden Enten und den ersten zarten Blumen auf unserem Fensterbrett. Alles Eindrücke, die er vielleicht in diesem Bild mit einfließen lassen hat. Marius selbst hüllt sich über die Motive dieses Werk zu schaffen in Schweigen.
Es mißt 21×29,7cm und ist mit Gouache-Farbe und Pinsel auf Kopierpapier gemalt.


Das zweite Bild heißt: “Die Rückkher des Winters”. Es ist am Samstag den 6.März 2010 entstanden. Hier hat der Künstler kurz nach dem Aufwachen und den ersten Blicken hinaus auf eine in weiß gehüllte Welt nach Papier und Farbe verlangt. Der Schnee bedeckte, den Weg, die Wiese und den Teich vor unserem Fenster. Auch die Osterglocken auf der Fensterbank hatten ihre Mühe im Schnee zu stehen. Diesmal verzichtete er auf den Pinsel und trug die Farbe direkt mit den Fingern auf. Auch dieses Bild hat eine Größe von 21×29,7cm.


Ist dies nun Kunst, die wir hier sehen? Joseph Beuys sagt: “Jeder Mensch ist ein Künstler”

Frühlingserwachen im Herbstrhythmus von Jackson Pollock

Das hier zu bewundernde Bild ist eine Schöpfung meines 2 Jahre alten Sohnes Marius E. Ertel. Es ist ein 29,7cm x 21cm großes, mit Gouache-Farbe auf Kopierpapier gemaltes Bild.
Auch wenn die Entstehung durch die Verwendung eines Pinsels eher herkömmlich war, so sind doch die ersten Ansätze vom sogenannten Action Painting zu erkennen.
"Ein Bild von Marius E. Ertel gemalt im Alter von 2 Jahren"

Der 1912 geborene Jackson Pollock gilt als einer der Mitbegründer und Erfinder der Stilrichtung Action Painting oder abstrakter Expressionismus. „1947 begann er eine Reihe Bilder zu schaffen, bei denen die Leinwand mit einem Wirrwarr aus Farbtropfen,  -spritzern und Klecksen bedeckt war. In diesen Werken wird die Erkenntnis des Künstlers offenbar, daß der Prozess des Malens möglicherweise wichtiger sei als das Endergebnis: das vollendete Bild.” (aus  “Maltechniken Großer Meister” Gondrom Verlag)

Genau diesen Eindruck habe ich auch, wenn mein Sohn nach Pinsel und Farbe verlangt.

Um seine Bilder zu malen, legte Jackson Pollock die Leinwand auf den Boden und ließ die Farbe direkt aus den Dosen auf das Bild fließen oder tropfen. Er bearbeitete das Ganze dann mit ausgetrockneten Pinseln, Stöcken oder Maurerkellen. Da das Bild auf den Bodenlag, konnte Pollock von allen Seiten an dem Werk arbeiten. Er selbst sagte dazu 1951: „Technik ist nur ein Mittel um zu einer Aussage zu kommen. Wenn ich male, habe ich eine allgemeine Vorstellung, was ich tun will. Ich kann das Fließen der Farbe kontrollieren; Es gibt keinen Zufall, genauso, wie es keinen Anfang und kein Ende gibt.”

"Marius beim Malen."Auch Marius dreht sich das Bild, so wie er es braucht und verwendet neben dem Pinsel auch gerne die Finger um Farbe auf zutragen. Und. Ich bin mir sicher, er hat auch eine Vorstellung von dem, was er da tut.
Nur sehen wir in seinen Bildern,  nicht dasselbe wie er.

1950 schuf Pollock eines seiner berühmtesten Werke “Autumn Rhythm – Herbstrhythmus” damals war er 38 Jahre alt. Vielleicht – wenn er noch 36 Jahre lang übt – kann Marius auch einmal den Herbstrhythmus aufnehmen.