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Eine Plastik á la Frank Stella

Die folgende Plastik besteht aus Holz und sie ist das Ergebnis intensiver Krankenbetreuung. Ich sollte meinen Sohn ruhig zu halten, die Ärztin meinte: „Dann schauen Sie viel fern, er darf sich noch nicht so viel bewegen.”

Gesagt – getan und ARTE eingeschaltet. Beim nächstenmal mit den Bausteinen spielen, entstand kein umzuwerfender Turm, sondern folgende Plastik, die mich sehr an die Werke von Frank Stella erinnert:

Frank Stella ist ein, 1936 geborener, amerikanischer Künstler. Seine Serie der “Schwarzen Bilder”, die er zwischen 1958 und 1963 geschaffen hatte, zählen zum Grundstein für die abstrakte Kunst der sechziger und siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Die geordnete Symmetrie, die Frank Stella in diesen Bildern herausarbeitete, verlieh ihnen etwas Kontrast- und Illusionsloses. Dabei trug er die handelsübliche schwarze Lackfarbe mit etwa 6cm breiten Anstreicherpinseln direkt aus der Dose auf die rauhe, ungrundierte Leinwand auf.

Ähnlich ging auch der Künstler dieser Plastik vor, er nahm die Holzklötzer direkt aus der Kiste und trug diese auf den weichen, gerade gesaugten Teppich auf.

Stella selbst sagte zu seiner Technik: „Das Bild muss mehr aus seiner Gesamtwirkung heraus als durch technische Spielereien überzeugen, vor allem durch die Einheitlichkeit der Bildfläche… Wenn man meine Bilder ansieht – die Technik bewegte sich immer auf einem ziemlich durchschnittlichen Niveau… Aber ich glaube, ein guter malerischer Einfall ist mehr wert als große manuelle Geschicklichkeit.”

Und genau diese geordnete Symmetrie finden wir in diesem Werk aus Holzbausteinen wieder. Wie die Farbstreifen in Stellas “Getty Tomb II” reihen sich hier die Klötzer akkurat aneinander. Sie bilden eine Spirale, die aber im Gegensatz zu Stellas Werk von Innen nach Außen modelliert wurde.

Ich wollte die hier abgebildete Plastik als Skulptur bezeichnen. Doch bei der Recherche zu diesem Blogbeitrag habe ich gelernt: Das eine Skulptur ein dreidimensionales Kunstwerk aus festem Material ist, welches in einer Fertigungsweise im subtraktiven Verfahren entsteht. Um zu einer Skulptur zu kommen, muss etwas vom Rohmaterial weggenommen werden. Dies war zwar bei den einzelen Holzbausteinen der Fall, aber das Kunstwerk letztendlich ist im additiven Verfahren geschaffen wurden. Ergo ist es eine Plastik.

Quellen: Wikipedia und “Maltechniken Großer Meister” Gondrom Verlag

Frühlingserwachen – Teil 2 & 3

Heute möchte ich zwei weitere Bilder aus dem Zyklus Frühlingserwachen von Marius E. Ertel vorstellen.

Das erste Bild heißt: “Freude” und ist nach einem Spaziergang entstanden. Es war ein Tag ohne Schnee mit wild umherflatterenden Enten und den ersten zarten Blumen auf unserem Fensterbrett. Alles Eindrücke, die er vielleicht in diesem Bild mit einfließen lassen hat. Marius selbst hüllt sich über die Motive dieses Werk zu schaffen in Schweigen.
Es mißt 21×29,7cm und ist mit Gouache-Farbe und Pinsel auf Kopierpapier gemalt.


Das zweite Bild heißt: “Die Rückkher des Winters”. Es ist am Samstag den 6.März 2010 entstanden. Hier hat der Künstler kurz nach dem Aufwachen und den ersten Blicken hinaus auf eine in weiß gehüllte Welt nach Papier und Farbe verlangt. Der Schnee bedeckte, den Weg, die Wiese und den Teich vor unserem Fenster. Auch die Osterglocken auf der Fensterbank hatten ihre Mühe im Schnee zu stehen. Diesmal verzichtete er auf den Pinsel und trug die Farbe direkt mit den Fingern auf. Auch dieses Bild hat eine Größe von 21×29,7cm.


Ist dies nun Kunst, die wir hier sehen? Joseph Beuys sagt: “Jeder Mensch ist ein Künstler”